Was ist das Ida Projekt?
Biodiversität light
In (Grund-)schulen, Kindergärten und sozialen Einrichtungen dürfen die Kids (und auch Erwachsene) kleine Nisthilfen selber bauen und lernen, dass Wildbienen sanfte und nützliche Tiere sind, die nicht stechen, keinen Honig machen, aber ganz viele andere leckere Sachen.
Die Kinder bekommen etwas an und in die Hand: Sie bauen fachlich korrekte Nisthilfen, welche sie mit nach Hause nehmen und dort auf einem Fensterbrett platzieren können.
Über das Jahr können die Kinder beobachten, wie Wildbienen fleißig in die Röhren fliegen und wie die Bienenbabys im nächsten Frühjahr schlüpfen.
Das Interesse wird so über einen langen Zeitraum wach und präsent gehalten.
Wichtig: Die Materialien, die Machart und die Ausführung der Nisthilfe sind wildbienengerecht gebaut und fachlich abgesichert. Viele zum Kauf angebotene Nisthilfen sind das alles nicht.
Für Bildungsinstitutionen stehen Leseblätter (Grundschule), Vorlesegeschichten, Lückentexte, Ausschneidebögen und Hausaufgabenvorschläge als Gesamtkonzept zum Download zur Verfügung. Wildbienen, Blüten und Insekten sind die drei zentralen Themen im Projekt.

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Warum Wildbienen?
Biodiversität, Neophyt und Nachhaltigkeit
sind Schlagworte, die manche gar nicht
mehr hören können.
Andere wissen vielleicht gar nicht genau,
was damit gemeint ist.
Über Honigbienen wird in diesem Zusammenhang oft und viel gesprochen. Übersehen wird aber die viel wichtigere Wildbiene: „Wir tun schon was für Bienen, unsere Schule hat einen Bienenstock auf dem Dach!“ Das hören wir oft. Wie wichtig aber Wildbienen für unsere Ökosysteme sind und wie dringend sie Unterstützung brauchen wird dabei meist übersehen.
www.bmuv.de/insektenschutz
www.deutschewildtierstiftung.de
www.bund.net/themen/tiere-pflanzen
Honigbienen sind wie Kühe, Hühner, Hamster und
Katzen, sie werden als Haus- oder Nutztiere beim Imker gehalten, betreut, versorgt und dieser sorgt auch für deren Nahrung. Honigbienen sind also gut betreut und versorgt.
Dass Wildbienen (als Synonym für alle Insekten) überhaupt existieren, ganz alleine leben und den ganz überwiegenden Bestäubungsanteil in der freien Natur übernehmen, ist vielen nicht bewusst.



Warum regionale Pflanzen?
Unsere regionalen Insekten haben sich über viele Jahrhunderte und -tausende an die regionale Vegetation angepasst.
Es entstand eine Symbiose zwischen Tieren und Pflanzen. Insekten sind auf ihre spezialisierten, regionalen Pflanzenarten angewiesen, denn nur dort finden sie den Nektar und die Pollen mit den spezifischen Nährwerten für ihre Larven.
Gezüchtete Pflanzen verdrängen mit ihrer Vielzahl jedoch immer mehr die für unsere regionale Tierwelt lebenswichtige Vegetation. Aus optischen Gründen werden die regionalen Pflanzen oft gegenüber exotischeren Varianten mit gefüllten Blüten vernachlässigt. Für Insektenvielfalt und Biodiversität ist es aber notwendig, gerade das Wachstum, den Bestand und die Verbreitung regionaler Pflanzen zu fördern.
Wir unterscheiden in diesem Projekt der Einfachheit halber zwischen sterilen (= gefüllten) Blüten einerseits, und nektar- und pollenreichen, ungefüllten Blüten andererseits. Erstere sehen zwar oft wunderschön aus, bieten aber kaum Nahrung für Bienen und andere Insekten. Gefüllte Blüten sind in der Regel seltene Mutationen meist aber Züchtungen aus Menschenhand.
Fachlich gesehen sind natürlich nicht alle gefüllten Blüten komplett steril, bei den meisten hat man aber die ursprünglichen Staubblätter zu schönen Blütenblättern entwickelt. Das macht diese Blüten für die regionalen Insekten und deren Brut futterungeeignet, da gerade diese Staubblätter die notwendigen Pollen erzeugen. Ohne Staubblätter keine Pollen, also keine Insektennachwuchs-Nahrung.
Und so ist es notwendig geworden auf die große Bedeutung von regionalen, nahrungsgebenden Pflanzen hinzuweisen, damit das Angebot diese auf dem Speiseplan unserer Insekten erhalten bleibt.
Durch Ausmalblätter, Geschichten und Schulbilder von ungefüllten und gefüllten Blüten soll bei den Kindern ein Bewusstsein für das Wiedererkennen und Unterscheiden in der Natur und auf dem Balkon geschaffen werden.
Das Unterrichtsziel soll auf keinen Fall sein, exotische Pflanzen völlig zu verdammen.
Wenn jedoch Ida im nächsten Frühjahr auf eine dieser Exoten zufliegt, in der Hoffnung, Nektar zu finden, wird sie jubeln, wenn sie daneben eine regionale Pflanze findet, an der sie sich laben kann.
Der Natur ein ausreichendes Angebot mit regionalen und ungefüllten Blüten zu bieten. Diesen Grundsatz zu vermitteln, ist das Ziel.

Für Wildbienen sehr exotisch

Für Wildbienen ein Traum

