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Warum regionale Pflanzen? 

Unsere regionalen Insekten haben sich über viele Jahrhunderte und -tausende an die regionale Vegetation angepasst. 

 

Es entstand eine Symbiose zwischen Tieren und Pflanzen. Insekten sind auf ihre spezialisierten, regionalen Pflanzenarten angewiesen, denn nur dort finden sie den Nektar und die Pollen mit den spezifischen Nährwerten für ihre Larven.

Gezüchtete Pflanzen verdrängen mit ihrer Vielzahl jedoch immer mehr die für unsere regionale Tierwelt lebenswichtige Vegetation. Aus optischen Gründen werden die regionalen Pflanzen oft gegenüber exotischeren Varianten mit gefüllten Blüten vernachlässigt. Für Insektenvielfalt und Biodiversität ist es aber notwendig, gerade das Wachstum, den Bestand und die Verbreitung regionaler Pflanzen zu fördern.

 

Wir unterscheiden in diesem Projekt der Einfachheit halber zwischen sterilen (= gefüllten) Blüten einerseits, und nektar- und pollenreichen, ungefüllten Blüten andererseits. Erstere sehen zwar oft wunderschön aus, bieten aber kaum Nahrung für Bienen und andere Insekten. Gefüllte Blüten sind in der Regel seltene Mutationen meist aber Züchtungen aus Menschenhand.

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Fachlich gesehen sind natürlich nicht alle gefüllten Blüten komplett steril, bei den meisten hat man aber die ursprünglichen Staubblätter zu schönen Blütenblättern entwickelt. Das macht diese Blüten für die regionalen Insekten und deren Brut futterungeeignet, da gerade diese Staubblätter die notwendigen Pollen erzeugen. Ohne Staubblätter keine Pollen, also keine Insektennachwuchs-Nahrung.

Und so ist es notwendig geworden auf die große Bedeutung von regionalen, nahrungsgebenden Pflanzen hinzuweisen, damit das Angebot diese auf dem Speiseplan unserer Insekten erhalten bleibt. 

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Durch Ausmalblätter, Geschichten und Schulbilder von ungefüllten und gefüllten Blüten soll bei den Kindern ein Bewusstsein für das Wiedererkennen und Unterscheiden in der Natur und auf dem Balkon geschaffen werden. 

Das Unterrichtsziel soll auf keinen Fall sein, exotische Pflanzen völlig zu verdammen. 

Wenn jedoch Ida im nächsten Frühjahr auf eine dieser Exoten zufliegt, in der Hoffnung, Nektar zu finden, wird sie jubeln, wenn sie daneben eine regionale Pflanze findet, an der sie sich laben kann.

Der Natur ein ausreichendes Angebot mit regionalen und ungefüllten Blüten zu bieten. Diesen Grundsatz zu vermitteln, ist das Ziel.

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Für Wildbienen sehr exotisch

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Für Wildbienen ein Traum

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