Ist es so Richtig?
Ist es so Richtig?
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"Tja, wie sage ich es dir, du Mensch... Ich sage euch einfach, wie es ist:
die meisten verkauften Insektenhotels taugen nix für mich und meine geflügelten Verwandten."
​"Wie, Ida, jetzt echt nicht? Nun übertreibe mal nicht!"
"Hm. Du traust mir nicht?! OK, ich erkläre euch einfach die Fakten und ihr testet euere vorhandene Nisthilfe mit dem neuen Wissen. Gut so?"
​​
"OK, Ida. Aber ich habe das Insektenhotel nun mal für viel Geld gekauft, wenn das nun nix ist, finde ich das schon ziemlich blöd."
​
"Tröstet euch, Menschen. Man kann damit dann andere sinnvolle Dinge tun. Ich zeige euch, wie. Wenn ihr wüsstet, wie viele von den falschen Nisthilfen bei meinen Menschen-Freundinnen Tina und Sabine im Garten hingen...
Kopf hoch, ab sofort wisst ihr es einfach besser. Und wenn man einmal weiß, warum etwas richtig oder falsch ist, ist das kein Hexenwerk mehr, sondern total logisch!"
Neeeeeeee!
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Ist es so Richtig?
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​Wollt ihr wissen was hier falsch ist?
Klickt auf die Lupen!

Das Ganze in kurz
Hier gibt es die die Aha-Momente noch mal in kurz und knackig und gerne zum Ausdrucken.

Liegt der Ida-Box bei
Und hier in Schwarz-Weiß, so ist es günstiger,
zu drucken und zu verteilen. ;-)

SELBER BAUEN


Wildbienen nisten in Bruthöhlen.
​
Und die gibt in Holz, hohlen Stängeln, Steilwänden, aber auch im Mauerwerk, in Dübellöchern oder Fensterrahmen, vor allem aber im Boden.
​ Ja, ihr habt richtig gehört, im Boden, da nisten nämlich die allermeisten Wildbienen. Weiterführendes Wissen zu diesem wichtigen Thema wird hier nicht vertieft; wäre es aber wert.
Wo genau ist die denn da im Boden? Antwort findest du hier.
Hier geht es nun um Hohlraumbesiedler, also Wildbienen, die in Löchern nisten, egal wo, Hauptsache es ist ein Loch da, wo
die Wildbiene ist. Wenn dann noch Durchmesser und Tiefe passen, ist die Sache geritzt und die Biene erklärt es zu „ihrem“ Nest.
Je nach Bienenart fliegt die Dame dann unzählige Male in dieses Loch, mörtelt dort Wände, „backt“ Pollenbrot und legt ein Ei dazu. Die hat da drinnen richtig viel zu tun.
Warum kriecht die denn auch rückwärts da rein?
Und was brummt die da drin so rum? Antwort findest du hier.
Aber ich brauch doch nur ne Höhle
Ida ist eine Mauerbiene und sie und ihre Besties nisten super gerne in Hohlräumen und diese können wir mit Nisthilfen richtig glücklich machen und sie dort vor allem gut beobachten.
Und das Beobachten ist das Allergrößte. Ganz entspannt mit einer Limo (interessiert sich Ida gar nicht für!) oder einer Tasse Kaffee da sitzen, ganz dicht dran gehen und gucken. Wildbienen sind nämlich total friedlich und haben auch keine Angst vor uns.
Wer einfach mal zugeschaut hat, wie emsig diese kleinen Tiere ein- und ausfliegen, wird verzaubert sein.
Ich weiß nicht warum: Ob es der puschelige Pelz ist, dessen schöne Farben, die hübschen großen Augen oder dass sie für mich Erdbeeren, Äpfel und Kirschen bestäuben - ich liebe sie einfach!

Röhrchen kaufen


Löcher für Mauerbienen und Co.
Eine der häufigste Wildbienenarten -welche nicht im Boden nisten- sind die Mauerbienen,
So eine, wie unsere Ida auch ist. Und die nisten sehr gerne in Nisthilfe-Röhrchen. In der Natur gehen die Bienen-Damen in von Käfern gebohrten und dann verlassenen Nistgänge in Holz, in Steilwände, wo Wurzeln Löcher hinterlassen haben, in Nischen von Mauern, Fugen und Spalten.
Hohlraum Nister (in Löcher und Röhren)
Die Ansprüche an die horizontalen Röhren sind:
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länger als 10 cm
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hinten geschlossen (es reicht auch, wenn die Röhre hinten einmal einen Zentimeter tief in feuchten Lehm getunkt wird)
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glatte, nicht fransige Öffnung
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atmungsaktiv
-
fest hängend, nicht schaukelnd
-
wetterfest (leichte Nässe ist nicht schlimm, wenn es gut abtrocknen kann)
-
fest an einem Ort, nicht verschieben
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Die Röhrchen können in sauberen Dosen, in Holzkorpusse, einfach zusammengebunden oder unter einem Brettchen als Dach stecken, dass ist total egal. Wichtig sind die oben genannten Punkte. ​​
​
Genauere Anleitungen sind noch in der Mache.

Röhrchen selber kaufen

Gutes Material ist das A und O für den Nisthilfebau.
Wir werden im Laufe der Zeit diesen Bereich auführlicher darstellen. Da wir aber alles
gründlich prüfen, bevor wir das guten Gewissens weiterempfehlen können, dauern neue Empfehlungen aber seine Zeit.
​​
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Derzeit arbeiten wir mit diesem Anbieter, weil er sehr gute Qualität hat, die richtige Röhrchenlänge und unglaublich viel Herzblut in sein Geschäft steckt. Niklas will genau wie wir, dass es den Wildbienen besser geht. Ich habe die Natur-Röhrchen 1,5 Jahre lang outdoor geprüft und für gut befunden. Aber Leute, es gibt auch andere sehr gute Lieferanten! Wie immer, erst testen wir nach bestem Wissen und Gewissen und dann empfehlen wir.
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Es gibt aber auch ganz viele andere gute Anbieter, welche Top-Ware liefern; achtet auf saubere Kanten. Von Pappröhrchen bin ich nicht überzeugt, sei gammeln früher und sich industriel hergestellt, und wir wollen so natürlich bleiben,
wie möglich.


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Röhrchen sammeln
Röhrchen selber ernten
Wer die volle Breitseite der Natur möchte, Zeit und Muße hat, kann die Röhrchen selber ernten und zurecht schneiden. Spart Geld und macht Spaß.
Generell können alle hohlen Stängel genommen werden, es eignet sich unserer Erfahrung nach Bambus (leider nicht heimisch) und Schilf am besten.
Mit Bambus meine ich wirklich den herkömmlichen Bambus, welcher wieso bei uns in den Gärten steht. (Bei mir nicht mehr, da mein Garten auf einen naturnahen Garten umgestellt wurde, aber ich habe Nachbarn mit Bambus.)
Da Bambus generell ziemlich hart ist, sollte mit einer scharfen Gartenschere geschnitten werden, sonst gibt es echt Muskelkater in den Händen.
Abgeschnitten werden kann der Stängel kurz über dem Boden. Dadurch dass der Bambus nach oben schmaler wird, haben wir somit direkt ganz viele verschieden große Eingänge für die Bienen. Super!
Den langen Bambusstab nun in 10 bis 18 cm lange Stücke schneiden. Hier müsst ihr besonders darauf achten, dass kein Knoten in der Mitte ist.
Denn wo ein Knoten ist, ist es im Inneren verschlossen; und somit ist die Röhre dann viel kürzer, als wie sie von außen aussieht.
Am besten erntet und schneidet ihr den Bambus an einem Tag fix und fertig. Je länger er liegt, desto stärker splittert er.
Das macht dann nicht nur spitze Fransen an den Eingängen, sondern lässt auch das Röhrchen gerne längs aufreißen und damit unbrauchbar werden.
Ist der Eingang zu rau, kann das Loch mit Schmirgelpapier am Eingang glatt gemacht werden.

Bambusknoten in der Mitte:
Schneidet VOR dem nächsten Knoten am rechten und linken Ende. So kann je eine Wildbiene von jeder Seiten reinkriechen und der Knoten in der Mitte ist eine natürliche Wand (roter Strich).
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Achtet auf die Mindestlängen der Seiten. Wenn ihr viele davon habt, bündeln, fest verschnüren, Dach drüber und schaukelfest montieren.
So können die Mädels von beiden
Seiten rein kriechen.

Bambusknoten an einem Ende:
​
Schneidet VOR dem nächsten Knoten an einem Ende (oben) und NACH dem nächsten Knoten am anderen Ende (unten).
So ist das Röhrchen direkt durch den Knoten unten - gekennzeichnet durch den roten Strich- automatisch auf einer Seite verschlossen. So braucht ihr keinen Lehm zum Verschließen.

Weitere Infos, wie ihr die Nisthilfen bauen könnt, als Röhre, als Stängel, als Steilwand, aus Holz, aus Ton gebrannt und für Bodennister folgen, wir arbeiten dran!
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Aber die tut doch nix!
Klar, nicht jeder interessiert sich für Wildbienen,
muss ja auch nicht. Und einige sind auch skeptisch.
"Man fürchtet, was man nicht versteht",
das sagte mal ein alter weiser Mann mit Backenbart (Ernst von Feuchtersleben).
​
Da ist was wahres dran, deshalb wollen wir ein paar Vorurteile gerade gerückt wissen:
Wildbienen rotten sich nicht zur Invasion zusammen, ihnen ist unser Essen völlig egal und stechen können sie auch nicht so richtig.
Man muss die Wildbienen nicht mögen, aber sie zu tolerieren sollte mit diesem Wissen einfacher sein.
​​
Brief für Eltern und Skeptiker

Gerne runterladen und verteilen; soviel Kluges auf nur einem Blatt!
Besonders für Leute mit Vorurteilen oder keiner Ahnung von Nisthilfen. ;-)